Feuerbestattung,

das Verbrennen des menschlichen Leichnams. In speziell dafür konstruierten Verbrennungsöfen wird die Leiche zu Asche verbrannt, die dann in einer Urne aufbewahrt oder beispielsweise über dem Meer ausgestreut wird (wobei man in der Regel entsprechend den Wünschen des Verstorbenen verfährt).

Bereits aus sehr alter Zeit lassen sich Belege für die Feuerbestattung finden. In ganz Europa hat man jungsteinzeitliche Gefäße gefunden, die mit der Asche verschiedener Menschen gefüllt waren. Zwischen 1400 v. Chr. und 200 n. Chr. war die Feuerbestattung weit verbreitet. Besonders bei der herrschenden Schicht des Römerreiches war diese Bestattungsart beliebt, so u. a. auch in der Familie Caesars. Zwischen dem 3. und dem 19. Jahrhundert breitete sich das Christentum weithin aus. Da man glaubte, der Körper könne nicht auferstehen, wenn er einmal zerstört sei, verbot der christliche Glaube die Feuerbestattung. Auch im frühen Judentum war diese Bestattungsart verboten, da man sie als Entweihung eines Gotteswerkes verstand. Orthodoxen Juden, Angehörigen der orthodoxen Kirchen des Ostens und Muslimen ist es bis heute untersagt, ihre Toten zu verbrennen.

In jüngster Zeit steigt die Zahl von Feuerbestattungen, für die neben den geringeren Kosten vor allem hygienische Gründe angeführt werden.

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