Der Tod tritt in mehreren Stufen ein.

Der biologische Tod ist der Tod des gesamten Organismus; bevor er eintritt, sterben in der Regel einzelne Organe, Zellen und Teile von Zellen ab. Mit dem biologischen Tod enden Herzschlag, Atmung, Bewegung, Reflexe und Gehirntätigkeit. Der genaue Zeitpunkt des biologischen Todes lässt sich nur schwer eingrenzen, weil die Symptome vorübergehender Zustände wie Koma, Ohnmacht und Trance oft stark den Todeszeichen ähneln.

Nach dem biologischen Tod treten mehrere Todeszeichen auf, anhand derer man Zeitpunkt und Umstände des Todes feststellen kann. Die Abkühlung des Körpers nach dem Tod (Algor mortis) wird im Wesentlichen von der Temperatur der unmittelbaren Umgebung bestimmt und ist meist nicht von großem diagnostischen Nutzen. Die Totenstarre (Rigor mortis), die durch die Versteifung der Skelettmuskulatur entsteht, setzt fünf bis zehn Stunden nach dem Tod ein und verschwindet nach drei bis vier Tagen wieder. Die rötlichblaue Verfärbung an der Körperunterseite (Livor mortis) kommt durch das Absinken des Blutes zustande. Kurz nach dem Tod setzen die Blutgerinnung und das Absterben der Zellen (Autolyse) ein. Die später hinzukommende Verwesung ist auf die Tätigkeit von Enzymen und Bakterien zurückzuführen.

Die Organe sterben unterschiedlich schnell ab. Gehirnzellen überleben nach dem biologischen Tod höchstens noch fünf Minuten, die Zellen des Herzens sterben nach 15 Minuten und die der Nieren nach etwa 30 Minuten. Deshalb kann man einem gerade verstorbenen Menschen Organe entnehmen und einem Lebenden einpflanzen.

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