Friedhof:
(Totenacker, Gottesacker), abgesonderte Stätte, an der die Toten bestattet werden. Seit dem Neolithikum wurden Gräber in einem besonderen Bezirk angelegt (Gräberfeld, Nekropole), z.B. in einem Totental oder vor den Toren. In der römischen Spätantike kamen die Katakomben auf, u.a. auch als christlicher Friedhof; mit dem christlichen Kirchenbau die Bestattung in und bei Kirchen (Kirchhof). Pest und andere Seuchen führten ab Ende des Mittelalters allgemein zu Trennung von Pfarrkirche und Friedhof außerhalb der Wohngebiete (meist mit dem heiligen Michael geweihten Kapellen). Anstelle der Steinarchitekturen setzte sich seit dem 18.Jahrhundert in Mitteleuropa eine parkähnliche Gestaltung durch. Grab, Grabmal.
Recht:
Das Friedhofswesen ist in den Friedhofsgesetzen und Bestattungsgesetzen der Länder geregelt. Die Friedhofsordnungen werden vom jeweiligen Friedhofsträger erlassen; es besteht gesetzliche Pflicht, Leichen und Urnen auf Friedhöfen beizusetzen (Friedhofszwang).
Neolithikum [griech.] (Jüngere Steinzeit, Jungsteinzeit), jüngste Hauptperiode der Steinzeit. Die archäologische Definition des Neolithikum durch geschliffene Steinwerkzeuge (bes. Beil, Axt, Keule), Keramik, Bogen, größere dörfliche Siedlungsgemeinschaften mit mehrjährig bewohnten Häusern wurde durch die ökonomische Definition überlagert (Beginn des Neolithikum mit Anbau von Kulturpflanzen und Haltung von Haustieren). In Afrika südlich der Sahara und in großen Teilen Süd-Asiens wird meistens von später Steinzeit gesprochen, die dort unmittelbar in die Eisenzeit übergeht. ? Die Anfänge des Neolithikum gehen bis ins 9.Jahrhundert v.Chr. zurück. Älteste Zeugnisse stammen aus Ost-Kleinasien, Neolithikum-Mesopotamien und der Levante. Bedeutung frühneolithikum (Groß-)Siedlungen sind Çatal Hüyük und Jericho (Anfänge der Hochkultur). Für lokale Kulturen war besonders die Keramik typisch (z.)B. bandkeram. Kultur, schnurkeram. Kultur, Trichterbecherkultur), daneben Steinwerkzeuge und Grabformen (Megalithkulturen). nach oben
Nekropole [griech.], Gräberfeld, z.T. mit oberird. Bauten.
Die Friedhöfe in- und um Delmenhorst: